Ein Weltrekord hinter Gittern



Über 3.000 Vorleser werden den Weltrekord unterstützen und sieben Wochen lang das Gesamtwerk von Karl May lesen. Auch zahlreiche regionale und überregionale Prominente wollen beim ungewöhnlichen Marathon mitlesen.

Einige Leser wollen wir gerne kurz persönlich vorstellen.

 
Suzanne von Borsody – Schirmherrin von „Karl May – gefangene Visionen“

Suzanne von Borsody ist die Schirmherrin von "Karl May - gefangene Visionen".

Das filmische Schaffen von Suzanne von Borsody hat vergleichbare Dimensionen wie das literarische Werk Karl Mays. Die Schirmherrin des Lesemarathons wirkte in weit mehr als 110 Film- und Fernsehproduktionen mit. Noch vor ihrer Schauspielausbildung erhielt sie im 1979 ihre erste Auszeichnung: Für ihre Hauptrolle in der ZDF-Serie „Beate S.“ gewann sie die Goldene Kamera. Viele weitere Auszeichnungen folgten.

Seit vielen Jahren tritt von Borsody außerdem in großen Theaterhäusern bei öffentlichen Lesungen oder Literaturfestivals wie der LitCologne auf. Ihre unverwechselbare Stimme leiht sie zahllosen Hörspielproduktionen. Zum Projekt des Kulturweltrekords sagt sie: „Auch ich habe als Kind Karl May verschlungen. Die Bücher entführten uns in unbekannte Welten. Alle Menschen, die dieses wunderbare Projekt durch ihre Teilnahme unterstützen, leisten somit auch für unsere Gesellschaft etwas Großartiges.“

 
Jan Hofer

Jan Hofer ist als Sprecher der Tagesschau deutschlandweit bekannt geworden.

Hätte es zu Lebzeiten von Karl May schon die Tagesschau gegeben, dann wäre der Schriftsteller wohl regelmäßig das Top-Thema bei Jan Hofer gewesen.

Im Jahr 2002 wurde Jan Hofer zum beliebtesten Tagesschau-Sprecher gewählt. Schon während seines BWL-Studiums sammelte er in der Hörfunkredaktion der Deutschen Welle erste Medienerfahrungen. Nach ersten Fernsehmoderationen für das Regionalprogramm des Saarländischen Rundfunks wechselte er 1985 zur Tagesschau im Ersten. Seit 2004 ist er deren Chefsprecher. Bekannt ist Jan Hofer aber auch als Moderator von Unterhaltungssendungen wie dem Riverboat im MDR.

 
Böttcher und Fischer
Die Morningshow-Moderatoren Böttcher und Fischer lesen heute aus Karl May.
Quelle: wikipedia.org; Foto: R.SA mit Böttcher und Fischer; Lizenz: BY-SA

Hätten Thomas Böttcher und Uwe Fischer Karl May öfter Gesellschaft geleistet, wäre May vielleicht eher ein Musiker als ein Schriftsteller geworden. Die beiden Radiomoderatoren sind die Protagonisten des privaten Radiosenders „R.SA – Mit Böttcher und Fischer“ und gehören damit zu einem Programm, welches stündlich von rund 150.000 Menschen in Deutschland gehört wird.

Beide haben auf unterschiedlichen Wegen ins Radio gefunden, doch Spaß an der Musik hatten beide schon immer. Thomas Böttcher bestritt sein Leben im ständigen Beisein der Tonkunst und war schon in jungen Jahren als DJ unterwegs. Uwe Fischer hingegen hat sich schon immer für den Job eines Moderators begeistert und fand so auch schnell in den Hörfunk. Zusammen moderieren sie nun die Morningshow auf R.SA.

 
Peter Escher

escher

Nicht selten steckte Karl May in der Klemme: Neben einigen Diebstählen durchlebte der Schriftsteller unter anderem auch eine Scheidung und war in einen Urheberrechtsstreit verwickelt. Mit gutem Rat hätte ihm der MDR-Moderator Peter Escher sicher beigestanden. Der gebürtige Oberlausitzer präsentiert seit 1995 die wöchentliche Verbrauchersendung „Escher – Der MDR-Ratgeber“. Seine Karriere startete er als jüngster Nachrichtensprecher des damaligen Radio DDR. Später arbeitete Escher unter anderem als Manager von Jazzbands und Kabarettisten in Ostberlin. Nachdem er mit seiner Familie aus der DDR geflohen war, zog es ihn letztendlich wieder Richtung Osten zum Mitteldeutschen Rundfunk.

 
Tassilo Römisch
Der erste Sachse im Guinness Buch der Rekorde liest heute aus Karl May.
Quelle: space-service-intl.com

Tassilo Römisch ist Raumfahrtexperte und erster Sachse im Guinness Buch der Rekorde: Mit 55.000 Originalobjekten besitzt er die weltweit größte private Raumfahrtmodellsammlung. Über 30 Jahre reiste der Diplom-Ökonom nun schon um die Welt, um Vorträge über die Raumfahrt zu halten.

Mit seiner einzigartigen privaten Astronautenvermittlung, dem Verleih von Raumfahrtmaterialien und seinen Wanderausstellungen pflegt er internationale Kontakte. Dabei ist der bei Leipzig Geborene seinem Heimatland Sachsen immer treu geblieben. Jetzt besucht er das Mittweidaer Gefängnis und liest Karl May. Seine Motivation: „Karl May erstaunt mich immer wieder: Er beschreibt Orte, die er nie gesehen hat. Und die sind weit weg. Mir geht es auch so, wenn ich den Besuchern in meinem Raumfahrtmuseum das Leben im All – in einer Raumstation – beschreibe, denn ich war nie dort.“

 
Friederike "Freddy" Holzapfel

Friederike Holzapfel machte sich bei Energy Sachsen einen Namen als Moderatorin.

Friederike Holzapfel teilt mit Karl May hauptsächlich den nie ausgehenden Erzählstoff. "Freddy" moderierte erfolgreich 13 Jahre beim Jugend-Radiosender Energy Sachsen, und das trotz abgebrochenem Journalistik-, Politik-, und Germanistikstudium. Derzeit ist die gebürtige Wittenbergerin montags bis freitags beim Privatsender Radio PSR zu hören. Nebenbei arbeitet sie zudem als Reporterin im MDR Fernsehen. Im Oktober 2009 kam Holzapfels erster Sohn zur Welt. Diesem pflanzte sie zusammen mit ihrem Mann einen Baum. Somit muss laut Holzapfels eigenen Angaben nun nur noch ein Haus gebaut werden, um das perfekte Leben zu genießen.

 
Dr. Johannes Beermann
Dr. Johannes Beermann liest bei "Karl May - gefangene Visionen".
Quelle: Sächsische Staatskanzlei

Einen Juristen wie Dr. Johannes Beermann hätte Karl May gut gebrauchen können. Der Staatsminister ist Chef der sächsichen Staatskanzlei und kennt sich daher im sächsischen Gesetzeslabyrinth hervorragend aus.

Der im Münsterland geborene Rechtsgelehrte war Anfang der neunziger Jahre im Rahmen des Aufbaus der Ministerialverwaltung im Sächsischen Staatsministerium für Soziales sowie in der Staatkanzlei tätig. Nach weiteren juristischen Stationen in Bremen, Hessen und Berlin ist Beermann seit 2008 wieder in Sachsen. Hier prüft er als Chef der Staatskanzlei, ob beschlossene Gesetze mit der Verfassung vereinbar sind. Darüber hinaus ist er für das sächsische Medienrecht und die Medienpolitik zuständig.

 
Barbara Dickmann

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Eines hat Barbara Dickmann mit Karl May gemeinsam: So akribisch wie einst der Schriftsteller an seinem literarischen Werk schrieb, engagierte sich die Journalistin in ihrer täglichen Arbeit. Nach einem Volontariat bei der Neuen Presse Würzburg arbeitete Dickmann zunächst beim Hessischen Rundfunk als Redakteurin und Moderatorin im Hörfunkbereich. Bald wechselte sie zum Fernsehen, präsentierte zunächst die Hessenschau und war im Jahr 1977 die erste weibliche Moderatorin der ARD-Tagesthemen. Später arbeitete Barbara Dickmann unter anderem als Redaktionsleiterin für den Stern, moderierte für die Deutsche Welle und übernahm 2003 die Redaktionsleitung des ZDF-Frauenmagazins „ML Mona Lisa“. Seit ihrer Pensionierung im Jahr 2008 arbeitet Dickmann als freie Autorin und Dozentin.

 
Peter Sodann

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Vincent Van Gogh, Heinrich Himmler oder Schulleiter auf Schloss Einstein – der Schauspieler Peter Sodann hat die unterschiedlichsten Charaktere gespielt.

Schon 1982 beschäftigte sich Sodann mit Karl May: Er sprach die Texte der Fernsehdoku "Ich habe Winnetou begraben". 1998 reiste der gebürtige Meißener dann für die ZDF-Dokumentation "Karl May reist zu den lieben Haddedihn" mit dem Drehbuchautor Erich Loest nach Ägypten, wobei Sodann May verkörperte.  Er ist zudem Vorsitzender des Fördervereins des Karl-May-Hauses in Hohenstein-Ernstthal. Der in Meißen geborene Darsteller, Regisseur und Theaterintendant ist vielen durch die Rolle als erster ostdeutscher Tatort-Kommissar bekannt.

 
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Veranstaltungszeitraum

Das Projekt fand vom  14. März bis 3. Mai 2011 statt.

Lesezeit

Nach 1 Monat, 19 Tagen ist der Weltrekord beendet.

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Ein Projekt der

Karl May - gefangene Visionen ein Projekt der Hochschule Mittweida

Zitate zu Karl May

  • Auf der Straße haben wir Old Shatterhand und Winnetou nachgespielt.

    Erol Sander, Schauspieler und Winnetou-Darsteller
  • Ich denke noch mit Vergnügen an die Lektüre der Märchen (...) Auch Karl May durfte nicht fehlen.

    Franz Josef Strauß, Politiker und ehemals Bayerischer Ministerpräsident
  • Wenn ich von nichts eine Ahnung habe, aber bei Karl May kenne ich mich aus: Professor Vitzliputzli usw.

    Thomas Gottschalk, Entertainer und Showmaster
  • Die meisten Reisebücher, die ich las, haben mich gelangweilt, ein Karl-May-Buch nie.

    Dr. Albert Einstein, Physiker und Philosoph
  • Ich hörte von Karl May, bevor ich ihn las. Durch die Wüste war (…) die erste Lese-Reise, die ich mit dem Erfinder der Kopfreise unternahm.

    Peter Härtling, Schriftsteller
  • Karl May, die Mutter aller Blutsbrüder...

    Michael Bully Herbig, Comedian, Schauspieler, Regisseur und Produzent
  • Die Wirkung von Karl Mays Figuren beruht darauf, dass sie unsere Phantasie anregen.

    Norbert Blüm, Politiker und Bundesminister a. D.
  • Winnetou ist mir wohl (…) in Erinnerung geblieben, weil mich seine Freundschaft mit dem weißen Jäger Old Shatterhand beeindruckte.

    Dr. Helmut Kohl, ehem. Bundeskanzler
  • Ich verbinde mit Karl May viele Jugendträume. Die Abenteuer der Indianer und Cowboys haben jede Generation (…) in ihren Bann geschlagen.

    Freddy Quinn, Sänger und Schauspieler
  • Vor allem aber steht Winnetou zu seinem Wort. Solche Grundprinzipien sind heute wichtiger denn je.

    Erol Sander, Schauspieler und Winnetou-Darsteller
  • Als ich jung war, gab ‘s kaum ‘ne Familie, wo es nicht auch ein Karl-May-Buch gegeben hat.

    Helmut Schmidt, Politiker und ehemals Bundeskanzler
  • Karl May war für mich in meiner Jugend das, was heute für die Kinder und Jugendlichen Harry Potter ist.

    Horst Seehofer, Politiker und Bayerischer Ministerpräsident
  • Die wahren Leseerlebnisse, an die ich mich erinnere, haben mit Karl May zu tun. Ich las einen großen Teil seines Gesamtwerks nämlich heimlich.

    Martin Suter, Schriftsteller
  • Winnetou, Old Shatterhand, Old Firehand: Für mich sind das die Vorläufer der Spaghettiwestern.

    Quentin Tarantino, Regisseur, Schauspieler, Filmproduzent
  • Winnetou. Der war großartig. Als Kind träumte ich davon, Winnetous Schwester Nscho-tschi sein zu können.

    Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales
  • Winnetou ist unsterblich, und für die Fans ist die Präsenz von Karl May immer gegeben.

    Jürgen von der Lippe, Entertainer und Showmaster
  • Mich begleitet bis heute das Ethos von Karl Mays Helden.

    Stanislav Tillich, sächsischer Ministerpräsident
  • Fantasie und Utopie sind die Grundsteine der Kreativität, auch wenn sie aus Erzählungen Anderer entspringen.

    Marc M., Dresden
  • Dank Karl May habe ich als Kind geglaubt, dass jeder Schuss beim ersten Mal trifft.

    Anett L., Rostock
  • Ich denke an wilde, romantische Abende am Lagerfeuer.

    Heike W., Braunschweig
  • Ich verbinde mit Karl Mays Werken all meine schönsten Erinnerungen aus der Jugend

    Johanna B., Dresden
  • Ich bin mindestens genauso begabt wie Old Shatterhand.

    Gloria E., Falkenstein
  • So sprach der alte Häuptling der Indianer, wild ist der Westen und schwer ist der Beruf.

    Julia H., Leipzig
  • Nur wenn der Weg richtig bitter schmeckt, kann das mögliche Ziel richtig süß sein.

    Sebastian S., Mittweida
  • Ich glaube, Karl May war völlig verrückt. Aber nur Verrücktes kann man sieben Wochen am Stück aushalten.

    Oleg J., St.Petersburg
  • Meine Leidenschaft für Kultur und Kunst begann mit seinen Werken.

    Stefanie W., Magdeburg
  • Die Leselampe auf dem Tisch wird erst nach sieben Wochen wieder ausgemacht.

    Philipp R., Bad Salzungen
  • Mein persönlicher Lesemarathon findet jeden Abend statt – bis die Augen zufallen.

    Juliette K., Chemnitz
  • Ein Weltrekord im Gefängnis? Klingt absurd, ist aber so! Wer das verpennt, gehört hinter Gittern.

    Luisa B., Görlitz
  • Eine Gemeinsamkeit zwischen Karl May und mir: An Fantasie mangelt es schon mal nicht.

    Kristin O., Dresden
  • Karl May? Winnetou!

    Uwe W., Berlin
  • Hätte nie gedacht einen Weltrekord mit aufzustellen. Dazu musste ich erst nach Mittweida kommen.

    Sebastian K., Erding
  • Ein bisher noch nie da gewesenes Projekt der anderen Art und ein engagiertes Team.

    Franziska K., Chemnitz

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